Galerie Meinhold & Reucker
                         

Boris Born, Christoph Mertens
"Begegnung" 
Malerei und Skulptur

Eröffnung:   Fr., 22. Aug. 2003, 19 Uhr
Einführung: Dr. Katrin Achilles-Syndram
Ausstellungsdauer: 23.8. - 7.10.2003

  
B. Born "Chaos on Mars", 2003, Mischtech/Schiefer


C. Mertens "Camino III",
2003, d 40 cm, Inox


Seit 1. August 2003 führen Dr. Harald Meinhold (bisher Galerie Meinhold) und die Kunsthistorikerin Christine Reucker (vormals Galerie Ars Nova) die G
ALERIE MEINHOLD & REUCKER partnerschaftlich. Zum Beginn der Zusammenarbeit werden zwei deutsche Künstler vorgestellt, die seit längerem im Ausland leben. Unter dem Titel Begegnung treffen sich der Maler Boris Born (London) und der Bildhauer Christoph Mertens (Barcelona).

Boris Born (geboren 1960 in Stuttgart) hat sich bereits während seines Studiums der Philosophie und Germanistik an der FU Berlin mit Malerei und deren unterschiedlichen Techniken auseinandergesetzt. Seit 1988 arbeitet er als freischaffender Künstler, der sein besonderes Augenmerk auf die Verarbeitung von Materialien wie Asche, Sand, Salz etc. geworfen hat und diese mit Fundsachen wie Holz und Schiefer als Bildträger verbindet. Das Resultat sind fein ausgearbeitete, hauchdünn Schicht auf Schicht gelegte Farbflächen, die durch die verwendeten Naturstoffe reliefartige Strukturen ausbilden. Die Bildsprache Borns bewegt sich zwischen reiner Abstraktion und archaisch anmutenden Urformen, die der sogenannten Primitiven Kunst entlehnt scheinen. - Nach mehreren Studienaufenthalten in Russland, lebt der Künstler seit 1997 in London.

Christoph Mertens (geboren 1966 in Berlin) studierte nach der Steinmetzlehre Bildhauerei an der Kunsthochschule Weißensee. Er ist Meisterschüler von Prof. Berndt Wilde. Stipendien führten ihn nach New York und Barcelona, wo er seit 2001 lebt. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine Vorliebe für harte Werkstoffe aus, vor allem Eisen, Bronze und unterschiedlich behandelter Stahl rückten in den letzten Jahren nach der Steinbearbeitung in den Vordergrund. Mertens arbeitet ausschließlich nach Themen, die er sich entweder selber stellt, oder die sich ihm aufdrängen: Wie und was kann aus der geometrischen Struktur des Kreises entstehen oder welche Strukturen aus der Begehung meiner täglichen Wege ergeben sich? Die aus diesen Fragestellungen entstandenen Arbeiten des Künstlers folgen streng theoretischen Prinzipien und verbinden formale Ausgewogenheit und ästhetischen Anspruch.

Die sehr unterschiedlichen Herangehensweisen, Techniken und Formensprachen ergeben eine Spannung und Reibung, die ihren eigenen Reiz in der "Begegnung" entfalten.