Galerie Meinhold & Reucker 

 FRANEK  
 Unverstandene Vorkommnisse
 - nicht nur Bilder -

 Ausstellung: 16.1 - 2.3.2004

 

 

Bilder
Einführung
Presse


"Ayler Kupp IV", 2002/03, Papier-
collage auf Pappe, 20x27 cm


Unverstandene Vorkommnisse
, von FRANEK beobachtet und festgehalten, sichtbar und ansehbar gemacht nicht nur in Bildern, auch in Skulpturen, eröffnen das Ausstellungsprogramm der Galerie im Jahr 2004.

FRANEK, in Potsdam geboren, studierte in den 60er Jahren an der Hochschule der Künste Berlin bei Fred Thieler, dem Großen des deutschen Informel, und dem Surrealisten Mac Zimmermann, als dessen Meisterschülerin sie das Studium abschloss. Aus dem Spannungsbogen zwischen informellem Ansatz und Gegenständlichkeit hat sie ihre von archetypischen Chiffren getragenen Bildwelten entwickelt. -
Ihre erste Einzelausstellung hatte FRANEK 1969 in der Berliner Galerie Pels-Leusden. In der Folgezeit wurde sie zur "Nomadin zwischen den Kontinenten"1. Stipendien, Arbeitsaufenthalte, Projektförderungen führten sie nach Mexiko und Guatemala (Mayaprojekt, 1978/79), in die Erdzeichen von Nazca (Nazcaprojekt 1981) und nach South Dakota in die Reservation der Sioux-Indianer (1983). Zwischen Gastprofessuren an den Hochschulen der Künste in Berlin und Bremen, arbeitete sie in China und Afrika (Sahara, Kenia), hatte Lehrveranstaltungen in Finnland oder hielt Deichwache in Radegast an der Elbe (Buch "Heisterbusch", 1988). Mit der Werkgruppe
<Alaska> endete 2002 eine fiktive Reise nach Alaska. -
Von den vielen Galerien, Museen und Kunstvereinen, die FRANEKs Arbeiten in Einzelausstellungen zeigten, seien nur die letzten erwähnt: Guardini-Galerie Berlin 2002 (Kurator: Wieland Schmied), Heidelberger Kunstverein 2002, Märkisches Museum Witten 2002/03 und Goethe-Institut Los Angeles 2003/
04. Anlässlich der letzten Ausstellungen entstand das Buch FRANEK Bergeversetzen1 mit einer auf CD beigefügten Doktorarbeit über die Künstlerin von E. Voigtländer2. Ihre Arbeiten wurden auf vielen Kunstmessen (Art Basel, ARCO Madrid, Art Cologne, Art Frankfurt) ausgestellt und finden sich in zahlreichen öffentlichen Sammlungen: so in der Berlinischen Galerie; im Auswärtigen Amt, dem Deutschen Bundestag und der Sammlung der Bundesrepublik Deutschland; im Berliner Kupferstichkabinett, dem Haus der Kunst, München; in der Kunsthalle Bremen, dem Märkischen Museum Witten und dem Sprengel Museum, Hannover;

Die Bilder und Skulpturen von FRANEK sind voller Botschaften aus fernen und sehr nahen Welten, die in archetypischer Zeichensetzung von Menschen und Tieren, Dingen und Mischwesen bevölkert werden. Die Zeichen in ihren Bildern sind "immer auch eine Auseinandersetzung mit dem Menschen und seiner kulturellen Entwicklung", sind "eine Fährtensuche nach der eigenen Herkunft"1. 

1) H. Gercke, W. Zemter (Hrsg.), FRANEK - Bergeversetzen / Movingmountains, DruckVerlag Kettler, Bönen, 2002.
2) Elisabeth Voigtländer: FRANEK, Studien zur Ikonografie der Künstlerin, Inaugural-Dissertation, Universität Heidelberg, 2002

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