Galerie Meinhold & Reucker 
                         

 Ottjörg A.C., Sue Hayward, 
 Norbert Poredda, Rolf Wicker
 
"Zwischen den Jahren"

  Malerei, Skulptur

 Ausstellung: 28.11.03 - 13.1.2004


  
Teilansichten der Werke von S. Hayward, N. Poredda,  Ottjörg A.C., R. Wicker (von links)


Die Gruppenausstellung "Zwischen den Jahren" schließt das diesjährige Galerieprogramm der Galerie Meinhold & Reucker. Die von Ottjörg A.C., Sue Hayward, Norbert Poredda und Rolf Wicker gestaltete Ausstellung vereinigt bildhauerische Arbeiten, Malerei, Zeichnung und Druckgraphik. Grundsätzlich verfolgen die vier sehr unterschiedliche künstlerische Ansätze, die nicht allein den Ansprüchen von Material und Technik geschuldet sind.

Ottjörg A.C., geboren 1958 in Heidelberg, studierte Bildhauerei bei Alfred Hrdlicka in Wien. Als Meisterschüler von Rolf Szymanski verließ er 1994 die Hochschule der Künste Berlin und lebt seitdem als freischaffender Künstler in Berlin und Obersdorf (Märkische Schweiz). Die letzten Jahre hat er sich vor allem mit Installationen beschäftigt. "Wurmendmahl" mit lebenden Mehlwürmern oder "Existentmale", die gescratchte U-Bahn-Scheiben aus Großstädten der Welt als Druckstock für farbige Radierungen verwendet, wurden in der Öffentlichkeit teilweise heftig diskutiert. In der Ausstellung zeigt er Tuschezeichnungen und Radierungen aus den 90er Jahren.

Sue Hayward wurde 1962 in Brisbane/Australien geboren, wo sie am Queensland College of Art, später als Postgraduierte in Sydney studierte. Seit 1985 lebt und arbeitet sie in Berlin. Besonderes Merkmal ihrer Arbeiten ist die Enkaustik, das Malen mit erhitztem Bienenwachs auf Bildträgern wie Gaze, Organza und Holz. Sue Hayward hatte 2001 eine große Einzelausstellung mit Katalog in der Stiftung St. Matthäus. Zur Zeit realisiert sie im Rahmen eines Kunst-am-Bau-Projekts eine Gedenktafel für das Paul Gerhardt Stift. Die Ausstellung zeigt neueste Wandarbeiten und kleinformatige Zeichnungen.

Norbert Poredda, 1962 in Leipzig geboren, studierte Bildhauerei zunächst an der Burg Giebichenstein in Halle, später bei Baldur Schönfelder und Berndt Wilde an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Die Skulpturen des in Berlin lebenden Künstlers zeichnen sich - obwohl aus Eisen und Stahl gefertigt - durch eine Leichtigkeit und Fragilität aus, die durch Reduktion auf das Wesentliche erreicht wird. Ralph Werner schrieb im jüngst erschienen Katalog: "Die Objekte umgibt eine Aura des Reinen, Unantastbaren, Intimen, die .... unsere Andacht erzwingt." Es werden Arbeiten aus den letzten zwei Jahren ausgestellt.

Rolf Wicker, geboren 1965 in Ravensburg, studierte Bildhauerei in Nürnberg und Berlin-Weißensee. Er ist Meisterschüler von Berndt Wilde. Mehrere Stipendien führten ihn u. a. nach Rom, New York und Porto Alegre (Brasilien). Neben dem Förderpreis Bildende Kunst des Landes Brandenburg und dem Kunstpreis Oberschwaben erhielt er 2000 den Will-Grohmann-Preis der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg. Rolf Wicker lebt in Berlin und hat einen Lehrauftrag an der Kunsthochschule Weißensee. In der Ausstellung werden Bronzen gezeigt, die als sog. "Direktabgüsse" lediglich als Unikat zu erwerben sind.