Galerie Meinhold                                                    

Anna Holldorf  
"Die Stille des Augenblicks"
-  Bilder
Katholische Akademie Trier, 13.1.- 12.2.2009 

Vernissage: 13.1.2009,  19.00 Uhr
Einführung: Prof. Dr. Harald Meinhold, Berlin
Musik: Anne Kaftan, Köln                                     

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"ein geheimnis vermuten", 2007, Eitempera auf Leinwand, 190x130 cm



"geheimnisse", 2002,  Eitempera u. Collage auf LW, 170 x 150 cm


"iduna", 2005
Eitempera auf Leinwand
125 x 110 cm


"blickwechel", 2007
Eitempera auf Leinwand
95 x 80 cm



Bistum Trier
Pressedienst  / 
Kultur        Mittwoch, 14.Januar 2009                    

"Die Stille des Augenblicks"
Katholische Akademie zeigt Bilder der Berliner Künstlerin Anna Holldorf  


Trier – „Anna Holldorfs Malerei ist bildnerische Poesie. Ihre Bilder teilen Empfindungen und Gefühlszustände mit, die mit den Mitteln der Malerei verschlüsselt werden, und die man - wie bei guten Gedichten - nicht definitiv erklären, sondern allenfalls erahnen kann. Ihre Malerei lässt Platz für eigene Entdeckungen, eigene Gefühle und eigene Interpretationen." Das hat der Berliner Galerist Prof. Dr. Harald Meinhold am 13. Januar an der Katholischen Akademie in Trier betont. Meinhold führte in das Werk der Berliner Künstlerin Anna Holldorf ein. Die Katholische Akademie zeigt bis zum 12. Februar im Robert-Schuman-Haus Bilder von Anna Holldorf unter dem Titel „Die Stille des Augenblicks".

Prof. Meinhold, der vor der Gründung seiner Galerie im Hauptberuf Nuklearmediziner an der Berliner Charité war, sagte, dass man heute, in Berlin wie an anderen Orten, Momente der Stille suchen müsse: „Man findet sie nicht im Kunstbetrieb, sondern, wenn überhaupt, und auch nur manchmal, in der Kunst selbst." Charakteristisch für die Malerei von Anna Holldorf sei, dass kein Bild „auch nur in die Versuchung gerät, die Ausstrahlung von souveräner Ruhe zu stören, der Stille und der Poesie von Farben, Strukturen und Figuren zu entfliehen." Alle Bilder der Ausstellung umgebe eine „Aura von Gelassenheit und überlegener Stille".

Dabei sei in den Bildern, die eine Schaffensperiode von zehn Jahren umspannen, eine Bewegung vom Abstrakten hin zum Figürlichen erkennbar. In den Bildern der letzten Jahre werde Figürliches nicht nur sichtbar, „sondern die Figur selbst, meist eine weibliche Figur, tritt aus dem abstrakten Farbraum in das Bild und in den Blick des Betrachters." Die Bilder von Anna Holldorf, so sagte Prof. Meinhold weiter, hätten eine Ausstrahlung wie Gedichte. Zu Recht sei die die Künstlerin daher auch schon als „Dichterin im Reich der Malerei bezeichnet" worden. Vergeblich suche man in ihren Bildern extreme Farbsprünge, schreiende Farben oder im Wortsinn Buntes. Stattdessen finde man eine reduzierte Farbigkeit mit sanften und sensiblen Farbübergängen. Die verwendeten Materialien wie Eitempera, Wachs, Pastellkreide oder Sand verliehen der Bildoberfläche fast reliefartige Strukturen und förderten „die Ausgeglichenheit der Farben, die gebändigte Energie und die gebändigte Emotionalität der Malerei."

Anna Holldorf wurde 1958 bei Aschaffenburg geboren. Sie ging zum Studium nach Berlin und verließ 1994 als Meisterschülerin die Westberliner Hochschule der Künste, die heutige Universität der Künste. Es folgten Arbeits- und Studienaufenthalte im Ausland: in Japan, in der Schweiz und in der Provence. Die Künstlerin erhielt mehrere Stipendien und hatte zahlreiche Ausstellungen in privaten und öffentlichen Galerien und Museen. Seit 2002 gibt Anna Holldorf in ihrem Verlag „Ars Amelia Edition" Künstlerbücher und bibliophile Editionen heraus. Seit einigen Jahren arbeitet sie nicht nur in Berlin, sondern auch in Schweden.

Die Ausstellung im Robert-Schuman-Haus ist täglich zu sehen von 9 bis 16 Uhr. Der Eintritt ist frei. 
Weitere Informationen zur Künstlerin und ihrem Werk finden sich auch im Internet unter www.anna-holldorf.de oder unter www.galerie-meinhold.de