Galerie Meinhold & Reucker

Matthias Reinmuth
"Pole Position" 
Malerei


Eröffnung:  Fr., 5. Nov. 2004
Dauer: 5.11.- 7.12.2004

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"Florida", 2004, Öl auf Leinwand, 100x165 cm



"Vorwärts", 2004, Öl, Acryl/ LW, 80x70 cm



"Tuareg", 2004, Öl, Acryl / LW,  110x110 cm


"Tampa", 2003, Öl, Acryl / LW, 80x70 cm

Seit sich die Künstler der Gruppe COBRA gegen die Überintellektualisierung der bildenden Kunst der Nachkriegszeit stellten und die abstrakte Malerei als leeren Ästhetizismus kritisierten, haben sich die Fronten zwischen abstrakter und gegenständlich-figurativer Malerei zunehmend aufgelöst. Die junge Malerei der letzten zehn Jahre hat diese Konfrontation überwunden. In diesen Kontext lässt sich auch die Ausstellung "Pole Position" mit Bildern des in Berlin lebenden jungen Malers und Baselitz-Schülers Matthias Reinmuth stellen.

Matthias Reinmuth, geboren 1974 in Heilbronn, studierte 1997 Holzschnitzerei bei Zen-Meister Zimmat in Quito (Ecuador). 1999 begann er sein Studium an der Universität der Künste Berlin bei Georg Baselitz. 2000 führte ihn eine Studienreise nach Indien; 2002 arbeitete er als Erasmus-Stipendiat an der Fakultät der Schönen Künste der Universität Barcelona. Sein Studium an der UdK Berlin beendete er 2004 als Meisterschüler der Klasse Georg Baselitz.

Seit im Jahr 1998 die Bilder Matthias Reinmuths erstmals öffentlich in Berlin und Stuttgart vor­ge­stellt wurden, folgte eine beachtliche Zahl weiterer Ausstellungen, u. a. in Galerien in Berlin, in  Mahlow und im Kunstverein Oberhausen. 2003 wurde die Ausstellung „Einsichten“ der Klasse Baselitz in den Galerien Michael Schultz, Berlin, der Galerie Leger, München, und der Galerie für Zeitkunst in Bamberg gezeigt. 2004 folgten Ausstellungsbeteiligungen in den Galerien Chromosome (Berlin), Apex (Göttingen) und Denninger (Berlin). Mit den Galerien Chromosome und Michael Schultz waren Bilder Reinmuths 2002 und 2003 bei den Messen Art Cologne, Kunst Köln und der Art Brussels zu sehen. Das Lenbachhaus München nahm Arbeiten von ihm in seine Sammlung auf.


Matthias Reinmuth vor Bild "BMW"

Die Malerei Matthias Reinmuths lebt vom Nebeneinander abstrakter Elemente und konkreter, starkfarbiger Bildgegenstände auf weiten freien Bildflächen. Die Bilder erzeugen Spannung und Sehnsüchte. Werfen Fragen auf, lassen diese oft unbeantwortet.  Realistisch gemalte Objekte mit starkem Symbolcharakter, Palmen, Windräder, Rennwagen, Raketen, Hochhäuser, Brücken, liegen wie Inseln in seinen freien, offenen Bildflächen. Politische und ökologische Aspekte lassen sich unterschwellig erahnen, ohne dass eine eindeutige, schon gar nicht moralische Position bezogen wird. Reinmuths Bilder sind junge Malerei aus der ersten Reihe: Pole Position.


     Maler und Galerist bei der Vernissage:
       Matthias Reinmuth, Harald Meinhold